• WORTSCHAU FESTIVAL
    WortSchau3

     

                                                                                                                                                                Quelle: Fotostudio Fly

     

     

     

    Am 12. und 13. Oktober hat KulturBunt Neuperlach im Pepper Theater zum inzwischen dritten Mal das WortSchau-Festival veranstaltet. Sechs Ensembles waren eingeladen, der Jury und dem Publikum maximal 30 Minuten lange Auszüge aus geplanten Inszenierungen zu zeigen.

    Die Unterschiedlichkeit der Beiträge ist bereits zu einem Markenzeichen des Festivals geworden. Vor vollen Reihen reichte die Bandbreite der international besetzten Produktionen von musikalisch-performativ bis zum klassischen Sprechtheater. Schattentheater traf auf die Perlacher Mauer, Emanzipation auf Migration und Diktatoren, und das Theremin traf auf ein Klavier, das auch eine Harfe war...

    Zum Abschluss des zweitägigen Festivals entschieden die Jury (Andrea Funk, Emre Akal und Guido Huller) und das Publikum über die Preisvergaben.

    Die beiden Publikumspreise gingen an „Elzonius“ von CaseJam Productions und „Personenschaden“ von Carmen Schnitzer. Die Gewinner des Kulturforumspreises, Berivan Kaya und Wolfgang Gleixner, werden Ihr Stück „Beschränkung“ im Jahr 2019 ausarbeiten und in der Langversion und gefördert von KulturBunt im Pepper Theater zeigen.

     

     

     

    Die Gewinner von WortSchau2...

    WortSchau2 Preisverleihung

    ...das Duo EnGawa mit "A a.m." und Lars Altemann mit "Und Trompeten preisen den Totschlag" (von links nach rechts; daneben die Mitglieder der Jury Guido Huller und Sarah Bergh). (Foto: Sebastian Auer)

     

    „Und Trompeten preisen den Totschlag“ und „A a.m.“ lauten die Gewinner des diesjährigen WortSchau2-Theaterfestivals (25. bis 29. Oktober). Fiel die Entscheidung bereits bei der letzten Auflage des Festivals denkbar knapp aus, so konnte sich die Jury dieses Jahr nicht einmal mehr auf einen einzigen Gewinner festlegen. Am Ende triumphierten zwei performative Stücke, die besonders innerhalb ihres Genres bestachen. In Lars Altemanns „Und Trompeten preisen den Totschlag“ faszinierte vor allem das opulente Bühnenbild und die sehr realistische Gewaltdarstellung - auch wenn diese einige Zuschauer abschreckte. Das Stück spielt im 10. Jahrhundert und handelt von einer Gruppe Henkern, die unterschiedliche Vorstellungen von ihrem Handwerk haben. „A a.m.“ der Gruppe EnGawa gelang es mittels einfachster Laute eine unterhaltsame Geschichte zu erzählen: die Geschichte zweier japanischer Bürodamen, deren Alltag mitunter ins Groteske abdriftet. Dennoch nimmt man den beiden Figuren - Masako Ogura und Regisseurin Otone Sato - zu jedem Zeitpunkt ab, dass sie sich in einer realen Situation befinden, gerade das macht das Stück so stark.
    KulturBunt Neuperlach-Geschäftsführerin Bahar Auer überreichte den Gruppen den diesjährigen Kulturforumpreis, beide erhielten jeweils 500 Euro Preisgeld. Die Mitglieder der Jury Andrea Funk, Gudio Huller und Sarah Bergh betonten bei ihrer Abschlussrede noch einmal den Fördercharakter des Preises, lobten dabei aber auch die Inszenierungen der vier anderen WortSchau2-Teilnehmer. Diese hätten das Festival gerade durch Ihre vielfältigen Herangehensweisen bereichert.

     

    UND TROMPETEN PREISEN DEN TOTSCHLAG

    Mit: Nikita Gibalenko, Tom von der Isar, Michèle Haghuber, Adam Kupinski, Wulf Schmid Noerr, Alexander Mattheis, Oleg Tynkov und Manuel Santiago Renken
    Regie: Lars Altemann I Dramaturgie: Fiona Grün I Kostüm: Iris Krause | Bühnenbild/Licht: Marc Alexander Haas I Komposition: Wulf Schmid Noerr

     

    A A.M.

    Mit: Otone Sato, Masako Ogura
    Regie: Otone Sato

    Die erste Auflage...

    WortSchau-Jury

    Die WortSchau-Jury (von links nach rechts): Andrea Funk, Martin Kindervater und Sarah Bergh. (Foto: Sebastian Auer)

     

    „In den jungen Theatergruppen steckt Potenzial, Spielfreude und Mut zu eigener Inszenierungsästhetik“, schrieb die Süddeutsche Zeitung, ein „super Konzept“ nannte es das München im September-Magazin. Das WortSchau-Festival brachte eine völlig neue Art Theater nach Neuperlach, ins PEPPER-Theater. Acht Gruppen wetteiferten um den Kulturforumpreis, den am Ende nur einer erhalten konnte. Und die meisten Inszenierungen konnten sich wirklich sehen lassen. Besonders zwei taten sich hervor: Das Haus der kleinen Künste mit „Rote Reihe Nr. 8.“ und „Das letzte Band“ des Tod und Teufel Theaterkollektivs. Es sollte eine knappe Entscheidung werden. Am Ende entschied sich die Jury mit 2:1 für „Das letzte Band“. Das Preisgeld spendete die Gruppe an die Gute-Dinge-Stiftung. Und auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Bei den Musikern gab es keinen Gewinner außer dem Publikum. Bunt gemischte Musikrichtungen, Musiker aus nah und fern, das konnte sich hören lassen. Besonders die beiden Teenager Lili Volk und Oskar begeisterten mit ihrem gemeinsamen Auftritt. Am Ende heißt es so schön: „Vor der WortSchau ist nach der WortSchau.“ Die zweite Auflage des Festivals fand im Oktober 2017 statt (siehe oben).

     

    DAS LETZTE BAND

    Premiere am 21. September 2016 im Rahmen des WortSchau-Festivals

    Inszenierung: Makanian Zerefay und das Tod & Teufel Theater

    Mit Peter Blum als Krapp

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