• ab Fr | 11 | Okt | 2019* | 19:00 UHR | Pepper
    AK: 18,- EUR | ERMÄSSIGT: 12,- EUR | EINLASS: 18:30
    WORTSCHAU4

    Am 11. und 12. Oktober 2019 veranstaltet KulturBunt Neuperlach im Pepper Theater das Festival WortSchau4. Auch in diesem Jahr erweisen sich die ausgewählten Beiträge der Theaterschaffenden wieder als so vielfältig, wie man es von dem Festival mittlerweile kennt: das Spektrum reicht von Tanz bis feministischer Science-Fiction, von peformativem Theater und Maskenspiel bis (fast) ganz klassisch, und das in mindestens drei Sprachen und mit viel Musik.
    Wie im Vorjahr waren die Theatermacher*innen eingeladen, nicht die Inszenierungen zu zeigen, die sie bereits gemacht haben, sondern solche, die sie gerne machen würden.
    Sechs Ensembles geben in je maximal dreißig Minuten einen Vorgeschmack auf ihre zukünftige kreative Arbeit und zeigen in sich abgeschlossene Kurzversionen ihrer kommenden Inszenierungen.
    Sowohl das Publikum als auch die Juror*innen werden Preise vergeben, und den Gewinner*innen wird die Gelegenheit gegeben, ihre Idee als abendfüllende Produktion mit finanzieller Bezuschussung und logistischer Förderung durch KulturBunt Neuperlach im kommenden Jahr im Pepper Theater umzusetzen.


    FR | 11 | OKT | 2019


    19:00 Uhr Begrüßung | Bahar Auer

    Bahar Auer; Foto: Fotostudio Fly



    19:15 Uhr Amélie Haller: What I dream of when I don't sleep
    “I say to her, would you like to be a wolf? She answers haughtily, How stupid, you can’t be one wolf, you’re always eight or nine, six or seven.” - What I dream of when I don’t sleep (AT) ist der Versuch eines temporären performativen Sich-Aufhaltens in einer Subjektivität, die Eindeutigkeiten entflieht. Ein Wolfsrudel statt eines Wolfs. Ein Sprechen über Träume, die Widersprüche aufzulösen vermögen und stattdessen Gleichzeitigkeiten zulassen, dreht sich um sich selbst, findet Gefallen an sich selbst und bleibt dennoch in der Selbstreflexion hängen. Doppelgänger-Bilder und Schatten eines Selbst tauchen auf, verschwimmen und verschwinden in einer Ästhetik, die ein Fenster zu einem träumenden Nachdenken über Emotionalität zu öffnen versucht.

    Mit Textfragmenten von Deleuze & Guattari A Thousand Plateaus, Julio Cortázar Axolotl, Chris Kraus I Love Dick

    Die Texte sind in englischer Sprache.
    MIT: AMÉLIE HALLER, Performance




    20:00 Uhr Berivan Kaya: Frauen am Fluss der Zeit
    Frauen am Fluss der Zeit ist eine feministische Sci-Fi Versuchsanordnung in Form eines performativen Musiktheaters in der, sowohl auf der Bühne, wie auch hinter der Bühne, Frauen das Sagen haben; ein weibliches Forschungsprojekt, das eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlägt, indem Künstlerinnen verschiedener Generationen zusammenkommen.
    Was passiert, wenn Frauen eine Welt regieren? Ausgehend von Machtstrukturen im Mythos werden Rollenbilder erforscht; ein ironischer Blick durch die Mythologie des Abendlandes. Ziel ist es, diese auf Muster und Stereotype zu untersuchen, die Schatzkiste eigener Erfahrungen zu öffnen, abgerissene Fäden zu verknüpfen und weiterzuspinnen, sich in neuen Rollen zu erleben, und dabei gleichzeitig alternative Strategien in Kommunikation und Zusammenarbeit zu teilen und zu erproben, die unsere und zukünftige Gesellschaften so bitter nötig haben.
    Ein neuer Planet wird besiedelt – eine neue Genesis entsteht – wir suchen die neue Einstein!

    MIT: BERIVAN KAYA, Schauspiel & Regie | NORA HAAKH, Dramaturgie & Regie | VERONIKA VON QUAST, Schauspiel & Gesang | FATIMA DRAMÉ, Gesang, Schauspiel & Songtexte | CAROLYN BREUER, Musik & Schauspiel | SAADET ATAC, Schauspiel | ASTRID BUCHNER, Musik & Tanz | CORA SALLER, Bühnenbild | DIANA MARIE MÜLLER, Schauspiel | BARBARA GALLI, Schauspiel, Tanz & Choreographie

    Frauen am Fluss der Zeit

     


    20:45 Uhr Ensemble La Vie: Der Himmel weint
    Die flüchtige Freundschaft zu einem Kameraden während des Irakkriegs hat entscheidende Auswirkungen auf das weitere Leben des US-amerikanischen Heimkehrers George. Der Krieg ist auch zu Hause sein ständiger Begleiter.
    Stundenlang auf der Lauer zu liegen und potentielle Feinde aufzuspüren, ergibt für ihn mehr Sinn, als einkaufen zu gehen. Immer gegenwärtig ist die Erinnerung an seinen Freund Bill. Wann ist die Geschichte eines Menschen zu Ende erzählt? Wenn er nicht mehr da ist?
    Für George fängt sie gerade erst an. Sein Monolog handelt von Verlust, Schmerz, Trauma und von der drängenden Frage, wer für das, was im Krieg passierte, verantwortlich ist.

    MIT: DIRK STROBEL, Schauspiel | MALIKA KILGUS, Schauspiel | RENÉ ROTHE, Regie & Text | ANGELIKA BOSSE, Dramaturgie & Text | ERIC JACOB, Bühnenbild, Video, Kostüm & Text | DOMINIK WEINMANN, Video

     

    Der Himmel weint

     


    SA | 12 | OKT | 2019

    19:00 Uhr Stephanie Xaveria Stocker : Mia Filia
    Ein Tanz- und Theatermosaik über die aktuellen Rollenbilder und -klischees von Männern und Frauen.
    So vielfältig wie das Rollenbild der Frau, so vielfältig sind die Szenen in Mia Filia. Sie stammen aus dem Leben und liefern keine Antworten, werfen vielmehr Fragen auf. Sie zeigen den Alltag aus der Lupe und machen sichtbar, was sonst untergeht.
    Es geht um Sexualität ebenso wie ums Putzen, die Karriere und auch um die Erschaffung der Welt und die Verführung. Zuletzt geht es darum, wer wir sein wollen.

    MIT: MICHAEL PELLER, Schauspiel & Musik | NAYANA GRÜNEISEN, Schauspiel & Bühnenbild | SABRINA CHRISTIN WOLF, SCHAUSPIEL & Kostüm | STEPHANIE XAVERIA STOCKER, Schauspiel, Regie & Text

    Mia Filia


    19:45 Uhr KlangSpiel-Theater: Das Konzert
    Die Bühnenarbeiter Melanie und Linus fahren mit dem Bus zum Theater, ihrer Arbeitsstelle. Heute steht ein Konzert auf dem Plan mit der Akkordeonspielerin Monique.
    Im Theater angekommen, bauen Melanie und Linus die Technik auf. Die Instrumente stehen da und so nutzen die beiden Bühnenarbeiter einen unbeobachteten Moment, um ihren eigenen Künstlertraum zu erfüllen und selbst Musik zu machen.
    Doch die Heimlichkeit hat ein Ende, als ein Fan zu aufdringlich wird und Monique sich weigert, aufzutreten. In der Not werden Träume wahr…

    MIT: THOMAS STUMPP, Schauspiel & Musik | ANKE STUMPP, Schauspiel & Musik



    20:30 Uhr Azeret Koua : after-credits-sequence
    Die Party ist vorbei und ein Pärchen geht zu Fuß nach Hause, weil kein Taxi für sie hält und keine U-Bahn mehr fährt in dieser gottverdammten Stadt ohne Meer. Es ist vier Uhr morgens, es gibt weit und breit keine anderen Menschen. Was bleibt, ist viel Zeit, um sich aneinander zu reiben, um einander beinahe zu verstehen und um immer wieder nichts zu ändern. Wie weit kann man kommen, wenn kein Gespräch fertig geführt und keine Zigarette fertig geraucht wird?

    MIT: CHARLOTTE LIMET, Schauspiel | BEN REYNOLDS, Schauspiel | ANNA SICHLINGER, Text | MAXIMILIAN STARK, Text | AZERET KOUA, Regie

    after-credits-sequence



    21:15 Uhr Musik von Choons
    Vergessen Sie Ihre Hörgewohnheiten für einen Moment. Wir sind Choons. Beim Titel werden Sie neugierig und von unserer Interpretation überrascht.
    Mit: KAROLINE WEIDT, Gesang | FLORIAN SCHULTZ, Gitarre

    Choons

     


    22:00 Uhr Preisverleihung durch die Juror*innen

    Jury:

    Angelika Fink
    Lebt und arbeitet als Freie Kuratorin, Schauspielerin und Autorin in München und der Steiermark. 2009 - 2018 Künstlerische Leiterin und Geschäftsführung des Pathos München. Seit 2010 Kuration internationaler Theaterproduktionen und EU geförderter Projekte. 2013 - 2016 Ausbildung in systemischer Familientherapie bei Dr. Ilse Kutschera und Helmut Eichenmüller. 2017 Abschluss der Drehbuchwerkstatt an der HFF München und Arbeiten als Drehbuchautorin für Film/Fernsehen. Angelika Fink studierte Psychologie und Soziologie an der Karl Franzens Universität Graz, diplomierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Graz. Auftritte in Film- und Fernsehen, Zahlreiche Lesungen, Hörspiele, Rundfunk. Fest- und Gastengagements u.a. an Münchner Kammerspiele, Staatstheater Karlsruhe, Stadttheater Trier; Hebbeltheater, Landestheater Tübingen(LTT); Steirischer Herbst Graz; SPIELART München/Teatr Cinema/HAU Berlin. Gründete 2000 die freie Münchner Gruppe Theater & Company/PATHOS transport theater,

    Guido Huller
    Geboren in München, Studium an der LMU (Theatergeschichte und Italienisch), Studententheater und Gründung einer freien Theatergruppe in München und Hamburg. Dramaturg in verschiedenen Stadt- und Staatstheatern, u.a. Im Residenztheater München, in Heidelberg (Chefdramaturg), Nürnberg, Dortmund, Künstlerischer Direktor Junges Theater Göttingen, Schauspieldirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe und bis zum Ruhestand 2017 Leiter des Theaterverlages Drei Masken. Seit Jahren Mitglied der Fachjury der Stadt München für die freien Bühnen. 2019 Bühnenfassung "Don Quijote" für die Schlossfestspiele Dorf Tirol, Meran. Lebt als freier Dramaturg in München.


    Emre Akal
    Lebt als Autor & Regisseur im Spannungsfeld zwischen München, Berlin und Istanbul. Sein Arbeitsschwerpunkt im Theater liegt in der streng formalen - bildlichen Übersetzung von gesellschaftsrelevanten Themen der Gegenwart. Momentan arbeitet er an einem Zukunftsmodell eines Staatstheaters, das sich im November 2019 (Be)gründen wird.


    Technische Leitung: Drazen Blazina und Marc Haas
    Auf- und Abbau Bühne: Drazen Blazina, Marc Haas, Lars Altemann und Jonas Schlemme
    Projektleitung: Bahar Auer
    Produktion: KulturBunt Neuperlach

     

     

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