• Sa | 9 | Nov | 2019 | 20:30 UHR | Kulturhaus
    EINTRITT FREI | EINLASS: 19:30 UHR
    STUDIO KÖFTE – WOCHE DER VIELEN

    STUDIO KÖFTE – WOCHE DER VIELEN

    VON DIE VIELEN

     

    KULTURHAUS@KÖFTE HOUSE

    Anstatt aus den eigenen Räumlichkeiten geht KulturBunt Neuperlach aus der Mitte der Gesellschaft für einige Stunden raus ins Leben.
    Gemeinsam mit unseren unmittelbaren Nachbarn in der Albert-Schweitzer- Straße 62, dem Köfte House, werden wir uns an der Woche der Vielen beteiligen. Dafür errichten wir im Dönerladen unter unseren Räumen temporär ein kleines Studio, in dem wir einen kulturbunten Abend verbringen.

     

    MIT: MONIKA MANZ | GERD LOHMEYER | BENJAMIN HIRT | MODERATION: CLEMENS NICOL | TEXTZUSAMMENSTELLUNG: GUIDO HULLERC MUSIK: GROSSES K | MARIA RUI

    FOTOS: FOTOSTUDIO FLY | FLORIAN MAYR

     

    Foto: fotostudio fly

    Foto: Florian Mayr

    Foto: Florian Mayr

    Foto: Florian Mayr

    Foto: Florian Mayr

    Foto: Fotostudio fly

    Foto: Florian Mayr

    Foto: Fotostudio fly

    Foto: Fotostudio fly

     

    BAYERISCHE ERKLÄRUNG DER VIELEN:

    Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt

    Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden.

    Jede*r Kulturschaffende*r in Bayern trägt eine besondere Verantwortung. Hier wurde die Nationalsozialistische Bewegung gegründet. München war deren Hauptstadt und Parteizentrale der NSDAP. Bayreuth führte die Nazis und das Großkapital im Rahmen der Richard Wagner Festspiele zusammen. Der Obersalzberg wurde zum zweiten Regierungssitz des Dritten Reichs und Nürnberg der Aufmarschplatz der Reichspartei-tage. Das Haus der Deutschen Kunst war der Tempel der Germanischen Leitkultur, während gleichzeitig in Dachau der Prototyp des Konzentrationslagers entwickelt wurde.

    In diesem Land wurde die eine Kunst als entartet diffamiert, während die andere Kunst zu Propagandazwecken missbraucht wurde und die Reichskunstkammer Berufsverbote legitimierte. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil. Andere verschlossen die Augen, wurden zu Nutznießern oder zu willfährigen Dienern des unmenschlichen Systems, in beiden Gruppen auch viele Künstler*innen.

    Heute begreifen wir Kunst und ihre verschiedenen Einrichtungen wie Museen, Theater, Konzerthäuser, Clubs in urbanen oder ländlichen Räumen als Orte, die Vielen gehören, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Weltanschauung.

    Die Versammlung heterogener Individuen bereichert unsere plurale Gesellschaft. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander.

    SOLIDARITÄT STATT PRIVILEGIEN. ES GEHT UM ALLE. DIE KUNST BLEIBT FREI!

    Unsere Demokratie muss in diesem Sinne täglich neu verhandelt werden. Die Voraussetzung hierfür: es geht stets um Alle, um jede*n Einzelne*n als Abbild der vielen Möglichkeiten.

    Rechter Populismus steht Akteuren einer solchen gesellschaftlichen Vision feindlich gegenüber, wenn er Veranstaltungen stört oder behindert, versucht in Spielpläne oder Programme einzugreifen, gegen die Freiheit der Kunst polemisierend antritt und an einer Renationalisierung der Kultur arbeitet.

    Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind Teil der alltäglichen Erfahrungen. Verächtlicher Umgang mit der Vielschichtigkeit unserer Gesellschaft, mit Menschen auf der Flucht, die unsere Hilfe benötigen, mit Künstler*innen, die versuchen, die Phänomene ihrer Zeit aufzuzeigen, kann nicht geduldet werden.

    Dieses Bündnis will nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern durch die Auseinander-setzung mit den eigenen Strukturen sich diesen Phänomenen entgegenstellen und sich für die Freiheit der Menschen, des Denkens und insbesondere für die Freiheit der Kunst stark machen.

    Wir, die Unterzeichnenden der Bayerischen Kunst-, Kultur- und Theatereinrichtungen und Interessensverbände, bekennen uns zur Vielfältigkeit unserer Gesellschaft und leben diese in unseren Institutionen.

    Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen einen offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechtspopulistische Strategien. Sie gestalten diesen Dialog sowohl mit den Mitwirkenden, als auch mit ihrem Publikum, in der Überzeugung, dass sie als beteiligte Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft in einem demokratischen Sinne fortzuentwickeln.

    • Die Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
    • Wir wehren die Versuche ab, Kulturveranstaltungen für rechtsnationale Zwecke zu instrumentalisieren.
    • Wir, die Unterzeichnenden, verbinden uns solidarisch mit all den Menschen, die durch rechte Ideologien an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden sollen.
    Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website akzeptieren sie die Verwendung von Cookies. OK