• So | 25 | Okt | 2020 | 17:00 UHR | Pepper
    AK: 18,- EUR | ERMÄSSIGT: 12,- EUR | EINLASS: 16:30
    WortSchau5 - Tag 2

    Aufgrund der aktuellen Hygieneauflagen dürfen wir nur eine begrenzte Anzahl an Publikum zu unseren Veranstaltungen lassen. Das betrifft insbesondere unser diesjähriges WortSchau5-Festival für das es jetzt schon keine Plätze mehr im Pepper Theater gibt.
    Wir arbeiten deshalb momentan an einer Lösung, Veranstaltungen für einen geringeren Eintrittspreis per Livestream ins Kulturhaus zu übertragen.

    Für WortSchau5 lädt KulturBunt Neuperlach auch diesmal – trotz Pandemie – wieder Theaterschaffende ein, ihre Projektideen zu präsentieren – innovative Theatersprachen und -formen, die gerne auf eigenen Texten basieren können. Text-Adaptionen sind jedoch ebenfalls möglich.
    Die Ideen werden mit einer Länge von 20 bis 30 Minuten auf dem Festival präsentiert. Die Jury ermittelt daraufhin die Gewinnergruppe des KulturBunt-Preises, der nicht nur mit 1.000€ dotiert ist: Die Gruppe darf ihre Idee zudem im folgenden Jahr mit Unterstützung von KulturBunt als abendfüllende Produktion auf die Bühne bringen. Weil aber in Zeiten wie diesen gerade die freischaffende Theaterszene zu den Verlierern zählt, erhält jede Gruppe für ihren Beitrag zudem einen „Corona-Preis“.

    WortSchau Theaterfestival Neuperlach

    JURY: Barbara Mundel & Olivia Ebert | Sarah Bergh | Emre Akal | Guido Huller

    FESTIVALLEITUNG: Bahar Auer

    TECHNISCHE LEITUNG: Drazen Blazina und Marc Haas

    ÖFFENTLICHKEITSARBEIT: Jonas Schlemme

    Mit freundlicher Unterstützung durch RODEO2020_BAUSTELLE UTOPIA & GALERIE KULLUKCU GREGORIAN

     

     

    SO | 25 | OKT | 2020 | 17:00 UHR | PEPPER THEATER

     

    17:00 UHR: BEGRÜSSUNG DURCH FESTIVALLEITUNG BAHAR AUER

    WortSchau Bahar Auer

     

    17:15 UHR
    ORPHEUS:ZERLEGT
    VON IN:BETWEEN
    Orpheus hat zwei Eigenschaften, die ihn von den anderen unterscheiden: Er kann schön lieben und er kann schön singen. Dadurch wurde er zum Ideal des männlichen Genies, auf das sich die Kunst immer wieder bezieht.
    Eurydike hingegen ist im Mythos stumm – ihre Rolle ist geliebt, besungen und von Orpheus verloren zu werden. Zu sterben. Zweimal. Auch sie wurde zum Idealbild der Frau in der Kunst: Inspirieren und nicht selbst inspiriert zu sein, besungen zu werden aber unfähig selbst zu singen.
    IN:BETWEEN zerlegt den Mythos in seine Einzelteile um seine Konstruktion(en) und Unterdrückung(en) aufzuzeigen. Das Theater hat den Mythos nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, ihn zu verändern.

    Schauspiel: Raban Bieling, Hannah Drill & Thalia Schmitt
    Text & Regie: Danijel Szeredy & Marion Hélène Weber
    Künstlerische Beratung: Azeret Koua & Julia Schleier

    Triggerwarnung: Dieses Stück behandelt das Thema sexualisierte Gewalt

    WortSchau In Between Orpheus

     

    18:00 UHR
    DIE WINDRÄDER STEHEN STILL
    “Die Windräder stehen still” gibt anhand nicht linearer und fragmentarischer Erzählungen einer zusammenhangslosen Zeit ein fiktives Abbild. Die Figur D. hat den Auftrag die Windräder zu beobachten und projiziert ihr Innenleben auf das Drehen der Rotoren. Sie erzählt aus verschiedenen Perspektiven und begibt sich in der rituellen Tätigkeit der akribischen Beobachtung an erdachte und absurde Orte. Der Text verwebt technische Fakten und Phänomene der Energiewende mit einer vereinzelten und komplexen Lebenserzählung.

    Text & Regie: Robert Bohne | Performance & Musik: Nick Tlusty | Dramaturgie: Bellatrix Ziegler

    WortSchau Die Windräder stehen still

     

    18:45 UHR
    AN PAPU, MEINE INDISCHE COUSINE
    EIN SOLO VON & MIT MAJA DAS GUPTA
    „An Papu“ ist die Erfüllung eines Versprechens. Meine Cousine legte mir, als ich sie 2009 das letzte Mal sah, die Hand auf den Arm und bat mich, sie nicht zu vergessen. Als ich 2010 von ihrem unerwarteten Tod mit Anfang fünfzig erfuhr, begannen mich diese Worte zu verfolgen.
    2018 flog ich nach Indien, um zu recherchieren. Wie konnte eine Frau in die gehobene Mittelschicht geboren werden und schließlich im Slum landen?
    Die Reise wurde durch das Grenzgänger-Stipendium des LCB und der Robert Bosch-Stiftung gefördert. Der Auszug aus dem Solo entstand im Rahmen von "Solo ist nicht allein" im Sommer 2020 am Pathos Theater München.

    An Papu

     

    19:45 UHR
    ENZIAN
    PERFORMATIV-ZEUGENSCHAFTLICHE LESUNG
    „Enzian“ ist eine performativ-zeugenschaftliche Lesung, ein Versuch über die Mitteilbarkeit von Erfahrung und stummgebliebener Erfahrung zu sprechen,eine Sprachbewegung, die nicht aufhört über etwas zu sprechen, was sich der Sprache entzieht. „Enzian“ spricht über ein transgenerationales Trauma und zeichnet die Spuren von drei Generationen von Frauen (Großmutter-Mutter-Tochter), ihr Überleben und Leben, ihre Flucht und Zuflucht - kreist zwischen essayistischer Erinnerungsspur und wissenschaftlicher Sprachbewegung, zeugt von Verwundbarkeit, Ver-Antwortung und jahrelangem Schweigen.

    Autorin & Schauspiel: Johanna Mann | Regie: Mara Atkins

    WortSchau Enzian

     

    20:30 UHR: “LIVE-MUSIK VON “ABSOLUT SCHÖN & KLEINKARIERT”

    WortSchau Absolut schön und kleinkariert

     

    21:30 UHR: PREISVERLEIHUNG DURCH DIE JURY

    WortSchau Jury

    DIE WORTSCHAU5-JURY

    Barbara Mundel
    Geboren 1959 in Hildesheim, Studium der Neueren deutschen Literatur, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft, arbeitet seit den 80er Jahren als Dramaturgin mit den Stationen Theater Basel, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, Münchner Kammerspiele und Ruhrtriennale sowie als Regisseurin mit Schwerpunkt im Musiktheater (u.a. an der Oper Frankfurt und den Salzburger Festspielen). Von 1999 bis 2004 war sie Direktorin des Luzerner Theaters, von 2006 bis 2017 Intendantin am Theater Freiburg. Sie prägte die programmatische Frage nach einem „Stadttheater der Zukunft“. Von der Zeitschrift „Die deutsche Bühne“ wurde das Theater Freiburg unter ihrer Intendanz mehrfach für seine „ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ ausgezeichnet. Ab September 2020 ist sie Intendantin der Münchner Kammerspiele.

    Olivia Ebert
    Olivia Ebert arbeitet als Dramaturgin und Kuratorin im Kontext der freien darstellenden Künste. Gemeinsam mit Fanti Baum leitet sie das Theaterfestival Favoriten 2018 und 2020 in Dortmund. Davor entwickelten beide aus der freien Szene Frankfurts heraus Diskussions- und Präsentationsformate. Durch langjährige Zusammenarbeit ist Olivia Ebert zudem mit dem Künstlerhaus Mousonturm und mit der Theaterwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt verbunden. Aktuell kuratiert sie neben Favoriten 2020 auch das Theaterfestival Schwindelfrei 2020 in Mannheim. Ab Oktober 2020 ist sie Dramaturgin an den Münchner Kammerspielen.

    Sarah Bergh
    Nach Presse- und Organisationsarbeit am Theater und in der Produktion für Tanz- und Performancefestivals, ist sie seit 2002 selbstständig in der Konzeption und Realisation von Kultur- und Kunstprojekten tätig. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Bildungsarbeit und den Themen Diversity, Diskriminierung und Empowerment. Sie kuratiert kontinuierlich Vermittlungskonzepte für Museen im Dekolonisierungskontext. Seit 2015 ist sie im Fachdienst Politische Bildung am Pädagogischen Institut - Kommunales Bildungsmanagement des Referates für Bildung und Sport der LH München tätig. Fortlaufend moderiert sie künstlerische und kulturpolitische (Diskussions-) Veranstaltungen.

    Emre Akal
    Lebt als Autor & Regisseur im Spannungsfeld zwischen München, Berlin und Istanbul. Sein Arbeitsschwerpunkt im Theater liegt in der streng formalen - bildlichen Übersetzung von gesellschaftsrelevanten Themen der Gegenwart. Momentan arbeitet er an einem Zukunftsmodell eines Staatstheaters.

    Guido Huller
    Geboren in München, Studium an der LMU (Theatergeschichte und Italienisch), Studententheater und Gründung einer freien Theatergruppe in München und Hamburg. Dramaturg in verschiedenen Stadt- und Staatstheatern, u.a. Im Residenztheater München, in Heidelberg (Chefdramaturg), Nürnberg, Dortmund, Künstlerischer Direktor Junges Theater Göttingen, Schauspieldirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe und bis zum Ruhestand 2017 Leiter des Theaterverlages Drei Masken. Seit Jahren Mitglied der Fachjury der Stadt München für die freien Bühnen. 2019 Bühnenfassung "Don Quijote" für die Schlossfestspiele Dorf Tirol, Meran. Lebt als freier Dramaturg in München.

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